Unternehmens-Identifikationsnummer für Mwst und Handelsregister per 1.1.2014 massgebend

Seit Anfang 2014 ist die Unternehmens-Identifikationsnummer (UID) für 28 kantonale Handelsregister sowie für die Mehrwertsteuer die gültige Identifikationsnummer. Mit dem Aufbau des UID-Registers stehen erstmals validierte, eindeutig zu identifizierende und aktuelle Kerndaten aller Schweizer Unternehmen zur Verfügung, wie das Bundesamt für Statistik in einer Mitteilung schreibt. Der Anschluss weiterer UID-Stellen wie beispielsweise Steuer- und Branchenregister erfolgt sukzessive innerhalb einer Übergangsfrist (bis Ende 2015). Im Verkehr mit den Behörden ist die UID laut Gesetz die einzige, verbindliche nummerische Bezeichnung. Für rund 280‘000 Unternehmen, die in beiden Registern eingeschrieben sind, bedeutet die UID eine Erleichterung, müssen sie sich doch mit weniger Identifikationsnummern herumschlagen. Die UID ist insgesamt für über 700‘000 Schweizer Unternehmen relevant.

Per Anfang 2011 startete das UID-Register zeitgleich mit Inkrafttreten des Bundesgesetzes bereits den Basisservice und die Supportinfrastruktur. Aufgebaut hat das Register das Bundesamt für Statistik (BFS).

KPMG: Forensic Fraud Barometer 2013 – Öffentliche Hand und Finanzinstitute im Visier von Betrügern

Die Zahl von Wirtschaftsdelikten ging im letzten Jahr zwar leicht zurück, dennoch stieg in der Schweiz die gesamte Schadenshöhe um 66.8 Prozent auf CHF über 830 Millionen. Ursache für die massive Steigerung sind vier besonders schwere Fälle mit hohen Deliktsummen. Auffallend ist auch der im Vorjahresvergleich starke Anstieg von Delikten bei öffentlichen Verwaltungen. Dies sind die Ergebnisse des neusten KPMG Forensic Fraud Barometer. Von den Tätergruppen verursachten auch 2013 primär Angestellte in Kaderfunktionen das grösste Schadensvolumen (CHF 501,7 Mio.), im Vergleich zum Vorjahr waren allerdings weniger einfache Angestellte involviert (6 Fälle). Und: Es kam zu keinen Verurteilungen aufgrund von Delikten im Bereich der organisierter Kriminalität. Der Fraud Barometer umfasst Fälle von Wirtschaftskriminalität, die vor ein Schweizer Strafgericht zum Abschluss gelangen und einen Schadensbetrag von mindestens CHF 50‘000 aufweisen.

Geschädigte vor allem Finanzinstitute, Unternehmungen und Investoren

Das sich gesamtschweizerisch präsentierende Bild höherer Schadenssumme bei geringer Anzahl von Fällen lässt sich auch bei den Opferkategorien „kommerzielle Unternehmen“ und „Finanzinstitute“ erkennen. Das Berichtsjahr 2013 verzeichnete in diesen Kategorien insgesamt 12 Fälle (Vorjahr 21) bei einem Schadensvolumen von rund CHF 369 Millionen (Finanzinstitute) und CHF 167,6 Millionen (kommerzielle Unternehmungen), wie es in der Mitteilung heisst. Die starke Zunahme der Schadenssumme auf CHF 167,6 Millionen (2012: CHF 29,6 Mio.) ist auf diverse spektakuläre Fälle von Veruntreuung, Betrug und Geldwäscherei zurückzuführen.
Investoren waren 2013 zudem erstmals nicht mehr die am stärksten betroffene Opfergruppe.

Mehr Delikte bei öffentlichen Verwaltungen 

Im Vorjahresvergleich stieg die Anzahl der Fälle, bei denen öffentliche Verwaltungen geschädigt wurden, um rund 80 Prozent auf total 18. Insbesondere bei Sozialversicherungsbetrug und ungetreuer Geschäftsbesorgung kamen laut Angaben 2013 je 8 Fälle vor ein Strafgericht. Täter waren mehrheitlich Staatsmitarbeitende in Kaderfunktion (7 Fälle), Angestellte waren in 3 Fällen kriminell aktiv.

Zürich fällt positiv auf, Tessin negativ

Die meisten Fälle von Wirtschaftskriminalität kamen im Vorjahr im Kanton Zürich vor Gericht, die Anzahl ging allerdings zurück von 30 auf 21 Fälle. Der Kanton Zürich verzeichnet der Mitteilung zu Folge im Vergleich nach wie vor das höchste Schadensvolumen (CHF 252,8 Mio.) Auffallend ist im Kanton Tessin die Gesamtschadenssumme (CHF 188,5 Millionen) in Kombination mit der geringeren Zahl von Fällen (5). Ähnlich präsentiert sich die Westschweiz (Schadensvolumen CHF 134,4 Mio. bei 2 Fällen). Ein verhältnismässig geringe Gesamtschadenssumme (CHF 6,5 Mio.) zeigt 2013 die Nordwestschweiz.

Hohe Dunkelziffer 

Lange nicht alle betroffenen Unternehmen bringen Fälle von Wirtschaftskriminalität vor Gericht. Das Beratungsunternehmen KPMG geht laut Mitteilung deshalb von einer hohen Dunkelziffer aus und rechnet damit, dass die Anzahl Fälle insgesamt weiter steigen wird, zumal Wirtschaftsdelikte meist erst nach 2 oder 3 Jahren aufgedeckt werden. Zudem müsse von einer Häufung der Fälle im Nachgang zur Finanz- und Wirtschaftskrise ausgegangen werden.

Spektakuläre Fälle von Wirtschaftskriminalität, die im Jahr 2013 von Gerichten behandelt wurden

Zu den Links geht es hier:

CH/Einkaufsmanager-Index: Guter Start im Januar – zuversichtlich über weitere Entwicklung

Offenbar ist die Schweizer Industrie gut ins Jahr 2014 gestartet. Der Schweizer Einkaufsmanager-Index (Purchasing Managers‘ Index – PMI) ist im Januar auf 56.1 Punkte gestiegen und liegt damit gerundet um einen Punkt höher als im Dezember (revidierter Wert: 55.0; bisher: 53.9). Der Index-Wert von 56.1 deutet auf ein Wachstum über dem langjährigen Trend hin, wie der  Fachverband für Einkauf und Supply Management (www.procure.ch) in einer Mitteilung schreibt. Der Fachverband erstellt den Index in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse.

Der Blick auf die Subkomponenten zeige zudem, dass das Wachstumsbild ausgeglichener sei als in den Vorjahren. Trotz dynamischer Produktion legte der Auftragsbestand im Januar weiter zu, wobei sich auch die entsprechenden Subkomponenten in der Wachstumszone auf 56.1 Punkte («Produktion») bzw. 60.4 Punkte («Auftragsbestand») erhöhten. Der Lagerabbau scheint laut Mitteilung zu Ende zu gehen («Lager Verkauf»: 50.3, «Lager Einkauf»: 47.9 Punkte). Die Zunahme der Einkaufsmenge (53.9 Zähler) spiegelt eine gewisse Zuversicht der Unternehmen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung wider. Gleichzeitig stellte die Industrie weiter Personal ein, wenn auch mit leicht geringerer Dynamik, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Demnach sank die Subkomponente «Beschäftigung» um 0.7 Punkte auf 52.8 Zähler. Beschleunigt zunehmende Lieferfristen («Lieferfristen» nahm um 1.4 Punkte auf 57.2 Zähler zu) deuten zudem darauf hin, dass die Kapazitäten gut ausgelastet sind und die Unternehmen diese allenfalls ausbauen werden, um Lieferengpässe zu vermeiden, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Der US Manufacturing Index (PMI) ist im Januar 2014 auf 53.7 Punkte gefallen von 55.0 Punkten im Dezember, wie der Finanzinformationsdienst Markit heute Nachmittag in einer Mitteilung schreibt.

 

 

Arbeitsmarktstudie: Finanzchefs von Schweizer Unternehmen optimistisch für 2014

Laut einer Befragung von Finanzchefs bieten sich dieses Jahr für Schweizer Unternehmen gute Chancen. Demnach sind 8 von 10 Finanzchefs „zuversichtlich bis sehr zuversichtlich“ bezüglich der Wachstumsperspektiven in der Schweiz  (2013: 70 %) für das Jahr 2014. Bezogen auf das eigene Unternehmen ist die Stimmung bei den CFOs entsprechend optimistisch. So gehen 84 Prozent der Befragten beim eigenen Unternehmen von einem Wachstum aus (Vorjahr: 82 %). Insgesamt wurden 100 Finanzverantwortliche von Schweizer Unternehmen im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half befragt. Die aufgehellte Stimmung könnte auch Auswirkungen auf den Stellenmarkt haben. In diesem Jahr wollen 81 Prozent der Schweizer Unternehmen den aktuellen Personalbestand halten oder diesen sogar aufstocken. Der Anteil einstellender Unternehmen hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent erhöht.

Gesuchte Finanzprofis

Laut der aktuellen Arbeitsmarktstudie planen 37 Prozent  der befragten Finanzverantwortlichen, den Personalbestand beim Finanz- und Rechnungswesen im ersten Halbjahr 2014 zu vergrössern. Zum Vergleich: 2013 gingen 30 Prozent der Befragten von einem Ausbau der Stellen aus. Die aktuelle Situation könnte zu einer Akzentuierung des Fachkräftemangels führen. “Der bereits länger anhaltende Fachkräftemangel in der IT-Branche erfasst immer stärker auch das Finanz- und Rechnungswesen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an geeigneten Mitarbeitenden und die ohnehin heute schon schwierige Personalsuche wird noch schwieriger“, sagt dazu Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany bei Robert Half. Laut Studie sind lediglich 7 Prozent der Befragten der Meinung, ein Stellenabbau sei möglich. Den Personalbestand durch Wiederbesetzung frei gewordener Stellen halten wollen 44 Prozent der Unternehmen in der Schweiz. Das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Und der Anteil jener  Unternehmen, die frei gewordene Stellen nicht neu besetzen wollen, hat sich mehr als halbiert von 28 Prozent in der ersten Hälfte 2013 auf aktuell 12 Prozent.

Neue Projekte, neue Märkte

Knapp die Hälfte der Finanzchefs wagt einen Ausbau des Personals, wobei der geplante Stellenaufbau mit Geschäftswachstum oder -expansion innerhalb des Landes begründet wird. Mit zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollen die Unternehmen 2014 neue Projekte anpacken (43 %) oder neue Märkte erschliessen (41 %). Den Ausbau des Produkt- und Leistungsportfolios im Auge haben gemäss der Arbeitsmarktstudie 41 Prozent der Unternehmen.

 

 

Studie: Wie Grossunternehmen zu Big Data stehen

Big data wird vermehrt zum Wettbewerbsfaktor und entscheidet damit über die Konkurrenzfähigkeit von Unternehmen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind zahlreiche Unternehmen daran, ihre Geschäftsmodelle grundlegend zu überdenken und sich neu aufstellen. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Beratungsunternehmen KPMG International und FT Remark (Going beyond the data). Demnach halten 86 Prozent der Befragten Datenanalysen für wichtig, sehr wichtig oder gar ausschlaggebend für die eigene Strategie. Befragt wurden 144 CFO und CIO von Unternehmen mit mehr als USD 1 Mrd. Umsatz.

Technische Fortschritte im Bereich der Datenanalyse erschliessen neue Möglichkeiten im Umgang mit Daten. Mittels Datenanalysen wollen Unternehmen aus der täglich wachsenden Menge an Bits und Bytes die relevanten Schlüsse ziehen für die Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen. Gewinnung und vor allem die Auswertung der riesigen Datenmengen sind laut Studie entscheidend für die Wachstumsstrategie der Unternehmen. Allerdings gibt es im Urteil der Unternehmensführer erhebliche regionale Unterschiede, was die Bedeutung von Big data betrifft.

Europa und USA beurteilen Bedeutung unterschiedlich

Wer relevante Sachverhalte frühzeitig erkennt, trifft auf Basis korrekter Analysen und Interpretationen von Daten meistens bessere Entscheidungen. Dies haben auch die meisten Organisationen erkannt. Allerdings sind Firmen im asiatisch-pazifischen Raum und in Amerika laut Studie zu einem noch höheren Grad sensibilisiert für die Thematik der Datenanalysen als jene in Europa. So sind in Europa ansässige Unternehmen bei der Umsetzung noch eher vorsichtig, obwohl sie die Wichtigkeit ebenfalls klar erkannt haben. In Europa geht lediglich ein Viertel der Interviewten davon aus, dass Datenanalysen in Zukunft wichtig sein werden.

Datensicherheit und Privatsphäre zentral

Doch auch wenn die Umsetzung technisch möglich ist, muss die Datensammlung im Einklang mit den bestehenden Gesetzen erfolgen, denn bei der Erfassung und Analyse von Datenmengen dürfen bestimmte Bedürfnisse nicht vernachlässigt werden. Die aktuelle Debatte über Nutzen und Gefahren einer uneingeschränkten Sammlung und Bearbeitung von Daten sowie die grenzenlose Überwachung durch staatliche Geheimdienste macht deutlich, welche weitreichenden Folgen die globale Vernetzung von Informationssystemen bereits heute hat. „Die technischen Möglichkeiten werden in naher Zukunft noch wesentlich zunehmen. Und Fragen zum Schutz der Privatsphäre werden Staaten, Unternehmen und Gesellschaften in den kommenden Jahren noch stärker beschäftigen“, erklärt Ulrich Amberg, Leiter IT-Beratung von KPMG Schweiz. „Es ist an den Gesetzgebern und Regulatoren, verbindliche Rahmenbedingungen für die Datensammlung und -analyse und damit den wirkungsvollen Schutz der Privatsphäre zu etablieren.“
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Abb.1.: Über die Wichtigkeit von Datenanalysen für die Wachstumsstrategie des eigenen Unternehmens bestehen je nach Region erhebliche Unterschiede.

Regionale Unterschiede zeigen sich auch im Bereich der Datennutzung. Während in Amerika ansässige Unternehmen Datenanalysen eher für Innovationen einsetzen wie etwa für Verbesserungen von Produkten und Dienstleistungen, nutzen europäische Firmen die Auswertung von Daten vor allem für Prozessoptimierungen und Kostensenkungen. Dies spiegelt sich auch im Ergebnis zur Frage wider, inwiefern die Analysen der Kundendaten unmittelbar zur Umsatzsteigerung genutzt werden. In Amerika geben 70 Prozent der Befragten an, dass sie den Umsatz durch eine genauere Analyse der gesammelten Kundendaten steigern konnten. Im asiatisch-pazifischen Raum sind es laut Studie 64 Prozent, in Europa dagegen nur 56 Prozent der Unternehmen.

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Abb:2: Nach Ansicht von Topmanagern hat die Analyse von Kundendaten einen erheblichen Einfluss auf die Steigerung des Umsatzes.

Hohe Investitionen in die Datenanalyse

Firmen unterschiedlicher Branchen haben bereits damit begonnen, sich der zunehmend von Daten und Analysen getrieben Welt anzupassen – insbesondere Unternehmen, die täglich mit grossen Mengen an marktrelevanten Daten konfrontiert sind. Dazu gehören beispielsweise Finanzdienstleister, Telekom- und Pharmaunternehmen, aber auch Betriebe aus der Konsumgüterindustrie und dem Detailhandel. Mit den heute gängigen Technologien sind laut Studie Auswertungen und Analysen der enormen Datenmengen erst ansatzweise möglich und oft mit langen Auswertungszeiten verbunden. Alle Befragten gaben deshalb an, in den nächsten zwei Jahren einen im Verhältnis zum Umsatz beachtlichen Teil ihrer Mittel in den Bereich Datenanalyse investieren zu wollen.

Beispiele von Wettbewerbsvorteilen in Schweizer Kernbranchen

Bereits heute gibt es Bespiele dafür, wie Datenanalysen zu einem Wettbewerbsvorteil führen und dem Unternehmen Mehrwert bringen können:

  • Im Konsumgüterbereich werden mittels «Social Media Monitoring» und der Beobachtung von branchenspezifischen Internetplattformen und Kundenforen Daten systematisch ausgewertet und so Produkte- und Vermarktungsstrategien verbessert.
  • Pharmaunternehmen können dank leistungsfähigeren Datenanalysen relevante Muster in grossen Datenmengen viel schneller erkennen und so ihre Forschungsaktivitäten optimieren.
  • Für Telekom-Anbieter sind aussagekräftige Zukunftsprognosen bezüglich Kundenverhalten und -bedürfnissen eine wesentliche Grundlage zur Innovationssteuerung.
  • Für Banken und Versicherungen ist die Bewertung finanzieller und operationeller Risiken mittels komplexer Modelle ein Kernthema, dessen Bedeutung durch die neuen Möglichkeiten von «Big Data» und ausgeklügelten Datenanalysen noch stark zunehmen wird.

Definition der Daten als grösstes Hindernis

Obwohl die Vorteile systematischer Datenanalysen und -nutzungen gemäss KPMG-Studie bekannt sind, steht einer breiteren Anwendung noch einiges im Weg. Die grösste Hürde stellt für 54 Prozent der Befragten denn auch die anfängliche Definition der zu sammelnden Daten dar. So muss ein Unternehmen festlegen, welche unternehmerischen Fragen man mittels Daten überhaupt klären will. Zudem ist zu klären, welche technischen Fähigkeiten und Hilfsmittel für eine exakte Analyse und Interpretation nötig sind (44%). Grundsätzlich ist es technisch eine Herausforderung, unter allen möglichen Varianten die zweckdienliche Lösung für eine effiziente Datenanalyse zu finden, von der Umsetzung ganz zu schweigen (38%).

 

Prognose: UBS erwartet Wachstum von 2% für 2014 und tiefe Teuerung

Die Grossbank UBS erhöht ihre Wirtschaftsprognosen für die Schweiz. Neu geht die Bank für 2013 anstelle von 0,9 Prozent von einem erwarteten Wachstum von 1.8 Prozent aus. Für 2014 erhöht die UBS die Prognose von 1.3 Prozent auf neu 2.0 Prozent, wie die UBS in einer Mitteilung schreibt. Die UBS rechnet 2014 im Jahresdurchschnitt mit einer Arbeitslosenrate von 3.3 Prozent, was einen geringeren Anstieg bedeute als bisher prognostiziert. Für dieses Jahr erwarten die Ökonomen eine durchschnittliche Jahresteuerung von -0.2 Prozent, für nächstes Jahr geht man von einem Anstieg der Teuerung von 0.7 Prozent aus.

Basis für weiteres Wachstum
Gemäss UBS liegen die Gründe für die Anpassungen der Prognosen in den überraschend guten Entwicklung diverser Indikatoren. So hat das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz gemäss den jüngsten Schätzungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 2.5 Prozent zugelegt. Gestützt wurde das Wirtschaftswachstum im 2. Quartal durch den Privatkonsum, welcher sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3.0 Prozent erhöhte (gegenüber Vorquartal 0.7% ). Erfreulich entwickelt hätten sich erstmals seit einem Jahr auch wieder die Ausrüstungsinvestitionen (+2.9% zum Vorquartal).

Schritte vor möglicher Zinserhöhung
Die Teuerung sei zurzeit noch kein Thema. Allerdings sei seit einigen Monaten ein Anstieg der Preise für inländische Güter erkennbar. Sollte sich der Preisanstieg in den nächsten Monaten beschleunigen, werde sich die Schweizerische Nationalbank (SNB) Gedanken über eine Straffung ihrer ultra-expansiven Geldpolitik machen müssen. Der erste Schritt in Richtung einer Straffung der Geldpolitik bestünde gemäss Ausführungen der UBS in der Aufgabe der Kursuntergrenze und einer Abschöpfung der Überschussliquidität. Erst danach könne die SNB die Zinsen anheben.

Immobilienmarkt als Treiber
Die ultra-expansive Geldpolitik sei eigentlich auf Krisenländer zugeschnitten. Für die gesunde Schweizer Binnenwirtschaft sei diese Politik jedoch viel zu expansiv ist. Die expansive Geldpolitik widerspiegele sich aber auch immer deutlicher in der Kreditentwicklung, wobei nicht zuletzt die günstigen Kredite die Binnenwirtschaft über den Immobilienmarkt angetrieben haben, wie die UBS weiter schreibt.

Einig über das Wachstum der Schweizer Wirtschaft sind sich gleich mehrere Forschungsgruppen. Erst heute vermeldete die KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, das von ihr befragte Konjunkturexperten die Erwartungen für die Schweizer Wirtschaft nach oben angepasst haben. Positive Einschätzungen gaben gestern ebenfalls BAK Basel und die Credit Suisse ab.

Prognose KOF ETH: Experten passen Erwartungen für 2014 nach oben an

Von KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich befragte Konjunkturexperten prognostizieren für das kommende Jahr eine Zunahme des Bruttoinlandprodukts von 1.9 Prozent (nach 1.7% in der letzten Umfrage vom Juni). Für dieses Jahr rechnen die Experten mit einem BIP-Anstieg von 1.6 Prozent (Juni: 1.3%). Bei den langfristigen Zinsen erwarten sie eine Wende, wie die KOF ETH heute in einer Medienmitteilung schreibt. Gemäss Befragung von Konjunkturexperten per September 2013 – nicht mit der Konjunkturprognose der KOF zu verwechseln – wurden die Erwartungen für die Schweizer Wirtschaft nach oben angepasst. Bereits gestern veröffentlichte BAK Basel eine Prognose, die von einem kräftigen BIP-Wachstum im nächsten Jahr ausgeht, die Erwartungen der Credit Suisse für das Schweizer Wirtschaftswachstum fielen ebenfalls positiver aus.

Bessere Prognosen 2013 – deflationäre Preisentwicklung

Für das laufende gehen die befragten Ökonomen von einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1.6 Prozent aus (gegenüber Juni-Befragung von 1.3%). Zudem korrigieren die Konjunkturprognostiker ihre Prognose für die Zunahme der realen Bau- und Ausrüstungsinvestitionen leicht nach oben. Der Consensus-Wert für die realen Bau- und Ausrüstungsinvestitionen liegt bei 1.1 Prozent in diesem Jahr (Juni: 1.0%). Für die Exporte bleibt die Prognose unverändert mit einem erwarteten Anstieg von 1.7 Prozent, wie es in der Mitteilung heisst.

Die Consensus-Werte für die Konsumentenpreise deuten mit einem Rückgang von –0.2 Prozent nun auf eine deflationäre Preisentwicklung hin (Juni: 0.0%). Für den Arbeitsmarkt behielten die Experten ihre Einschätzungen bei: Sie gehen weiterhin von einer Arbeitslosenquote von 3.2 Prozent für dieses Jahr aus.

Deutliche Zunahme von Bau- und Ausrüstungsinvestitionen 2014 und bei Exporten

Für 2014 erwarten die Prognostiker einen Anstieg des BIP von 1.9 Prozent, was leicht höher liegt als die Angabe von 1.7 Prozent im Juni. Die Einschätzungen für 2014 bezüglich der Zunahme der realen Bau und Ausrüstungsinvestitionen sowie der Exporte haben die befragten Ökonomen gemäss Medienmitteilung deutlich nach oben revidiert.

Sie erwarten ein Wachstum der Schweizer Exporte von 4.2 Prozent im kommenden Jahr (Juni-Wert: 3.7%), bei den realen Bau- und Ausrüstungsinvestitionen geben sie nun einen Anstieg von 2.6 Prozent an (letzte Befragung: 2.2%). Die Veränderung der Konsumentenpreise sehen die Konjunkturexperten bei 0.5 Prozent( Juni-Einschätzung: 0.7%), wie die KOF ETH in der Mitteilung weiter schreibt.

Die Erwartung an die Entwicklung der Arbeitslosenquote ist unverändert: Nach 3.2 Prozent in der Juni-Umfrage liegt der Consensus-Wert für die Arbeitslosenquote für das kommende Jahr ebenso wie für 2013 bei 3.2 Prozent.

Langfristig höhere Zinsen – Höchststände bei der Börse erwartet

Marginal nach oben korrigiert haben die befragten Ökonomen ihre Prognose für die kurzfristigen Zinsen mit einem Wert von 0.05 Prozent in drei Monaten und von 0.16 Prozent in zwölf Monaten (Juni-Umfrage: 0.04 Prozent in drei Monaten und 0.11 Prozent in zwölf Monaten). Die Zinswende bei den kurzfristigen Zinsen wird somit nach Einschätzung der Umfrageteilnehmer im Prognosezeitraum noch nicht erfolgen.

Für die Entwicklung der langfristigen Zinsen revidierten die Wirtschaftsexperten ihre Erwartungen jedoch deutlich nach oben. Für den Kassazins der 10-jährigen Bundesobligation rechnen sie neu mit 1.1 Prozent in drei Monaten und 1.5 Prozent in zwölf Monaten (Juni-Werte: 0.8% bzw. 1.1%), wie es weiter heisst.

An der Schweizer Börse erwarten die Wirtschaftsexperten längerfristig eine Rückkehr zu den Höchstständen im Mai 2013. Kurzfristig dürfte das aktuelle Niveau laut Mitteilung ungefähr gehalten werden. Sie gehen von einem Wert des Swiss Performance Index (SPI) von rund 7600 in drei Monaten aus. In zwölf Monaten dürfte der SPI wieder auf fast 7900 Zähler steigen.

Für den Wechselkurs des Frankens gegenüber dem Euro zeigt der Consensus einen Kurs von 1.24 in drei Monaten. Beim Franken/Dollarkurs rechnen die Experten mit 95 Rappen pro Dollar. Längerfristig (in zwölf Monaten) dürfte der Franken gegenüber dem Euro bei 1.25 zu liegen kommen, gegenüber dem Dollar dürfte der Kurs bei 0.98 Franken pro Dollar stehen.

Prognose: Kräftiges Wachstum der Schweizer Wirtschaft für 2014/15 laut BAK – CS sieht Beschleunigung für 2014

Die Schweizer Wirtschaft wird in den beiden kommenden Jahren einem kräftigen Wachstum entgegensehen. Die Mischung aus einer anhaltend robusten Binnenkonjunktur und den sich allmählich verbessernden Exportaussichten für das verarbeitende Gewerbe wird das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2014 um 2.2 Prozent steigen lassen, wie BAK Basel heute in einer Medienmitteilung schreibt. Für das Jahr 2015 rechne BAK Basel durch die Impulse einer weiter voranschreitenden globalen Erholung mit einem Wachstum um die 2.5 Prozent. Bereits für 2013 lässt dieselbe Mischung verschiedener Faktoren die Wachstumserwartung spürbar ansteigen (+1.9%). Trotz der hohen Wachstumsraten ist zu erwarten, dass sowohl die Schweizer Teuerungsraten wie auch die Zinsen im Prognosezeitraum nach Einschätzung der BAK Basel nur moderat steigen werden. Der Inflationsdruck wird durch die zunächst noch unterausgelasteten industriellen Kapazitäten, den weiterhin starken Franken und die rege Zuwanderung gedämpft, wie BAK Basel weiter schreibt.

Credit Suisse optimistisch für 2014
Ähnlich positiv fallen die Prognosen der Credit Suisse aus. Demnach wird sich das Schweizer Wirtschaftswachstum im Jahr 2014 auf 2.0 Prozent beschleunigen. Gemäss CS-Ökonomen profitiert einerseits die Exportindustrie von der Erholung der Weltwirtschaft, andererseits befindet sich die Binnenwirtschaft weiterhin in einem Super-Zyklus, der durch tiefe Zinsen und hohe Zuwanderungsraten genährt wird, wie die Credit Suisse in der heutigen Pressemitteilung schreibt. Der solide Wachstumsausweis und die guten Aussichten für die Schweizer Wirtschaft werfen auch die Frage nach einem „Exit“ der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von der Wechselkursuntergrenze auf, wie es in der Mitteilung heisst. Aus heutiger Sicht gehen die Ökonomen der Credit Suisse davon aus, dass der EUR/CHF-Mindestkurs von 1.20 wohl bis mindestens Ende 2014 bestehen bleibt, wie es weiter heisst.

Ferienzeit: Zwei Blogbeiträge pro Woche und eine Serie

Die Reise ist gebucht. Die Vorkehrungen sind getroffen. Jetzt kann es los gehen. Endstation Sehnsucht – nach der Ferne.

Wir werden Sie auch während den Sommerferien auf dem Laufenden halten. Allerdings orientieren wir uns bei der Kadenz von Veröffentlichungen unserer Blogbeiträge an den Bedürfnissen unserer Leserinnen und Leser. Ab Mitte Juli bis zum 19. August schalten wir zwei Blogs pro Woche, statt der üblichen drei. Zudem beschäftigen wir uns im Rahmen einer kleinen Sommerserie mit jungen innovativen Startup-Unternehmen.

Ihr Fernweh können wir nicht heilen. Aber Ihren Wissensdurst – auch während der heissen Ferienzeit.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Sommerzeit.

Ihr accountingundcontrolling.ch Team

KOF-Umfrage: Schweizer Unternehmen investieren 2013 mehr – Ausblick 2014 pessimistischer

Die Bruttoanlageinvestitionen in der Schweiz dürften 2013 relativ stark zunehmen, wie die Resultate der jüngsten Investitionsumfrage der KOF Konjunkturforschungsstelle zeigen. Während im Vorjahr die Investitionstätigkeit lediglich um 1 Prozent gestiegen ist, rechnen Schweizer Unternehmen aufgrund der aktuellen Umfrageergebnissen für das Jahr 2013 mit einer nominalen Zunahme der Bruttoanlageinvestitionen von rund 11 Prozent. Dies schreibt die KOF Konjunkturforschungsstelle in einer Mitteilung. Die Investitionsumfrage des Frühjahrs 2013 bestätigt somit die Ergebnisse der Umfrage vom Herbst letzten Jahres. Bei der damaligen Befragung ging die KOF ETH aufgrund der Einschätzungen der Unternehmen von einer Zunahme der Investitionstätigkeit von rund 10 Prozent, wobei es sich schon damals zeigte, dass die Impulse für die Zunahme vorwiegend aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor kamen. Die KOF Investitionsumfrage erfasst nach Angaben 2‘300 Schweizer Unternehmen.
Der Ausblick für 2014 sei hingegen pessimistischer. Kein Sektor rechne per Saldo damit, seine Investitionstätigkeit weiter auszudehnen, wie es weiter heisst.

Industrie und Dienstleistungsbetriebe treiben Bruttoanlageinvestitionen

In der Industrie steigen die Ausrüstungsinvestitionen um 11 Prozent und die Bauinvestitionen um 4 Prozent. Die grösste Zunahme wird in der Textilindustrie erwartet, wobei in dieser Branche sowohl Ausrüstungs- als auch Bauinvestitionen besonders stark ansteigen dürften, wie es weiter heisst.

Wie bereits im Herbst rechnete der tertiäre Sektor für das laufende Jahr mit einer Zunahme der Bruttoanlageinvestitionen von rund 10 Prozent. Grösste Veränderungsraten weist dabei der Autoservice und -handel aus, wobei sowohl bei den Ausrüstungs- als auch bei den Bauinvestitionen Zunahmen zu verzeichnen sind. Aufgrund der Neuzulassungen in früheren Jahren stelle sich die Branche auf den steigenden Fahrzeugbestand ein, wie es weiter heisst. Auch fast alle weiteren Branchen des Dienstleistungssektors gingen von einem mit einem Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen.
Und noch etwas fällt an de KOF-Umfrageergebnissen auf: Die Zunahme der Bruttoanlageinvestitionen im tertiären Sektor ist global gesehen fast ausschliesslich auf die Zunahme von Ausrüstungsinvestitionen zurückzuführen, während die Bauinvestitionen stagnieren.
Mit einer Stagnation rechnen dagegen Unternehmen im Bereich der Nachrichtenübermittlung sowie der Bankensektor.
Der Bausektor ist im Hinblick auf die Investitionstätigkeit für das Jahr 2013 weniger optimistisch. Laut Angaben der befragten Unternehmen dürften die Bruttoanlageinvestitionen in diesem Jahr um rund 4 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr. Der Rückgang beträgt gemäss KOF-Befragung beim Bauhauptgewerbe 4 Prozent und im Ausbaugewerbe 5 Prozent. Bei Betrachtung der Bruttoanlageinvestitionen nach dem Verwendungszweck, dürften im Jahr 2013 in diesem Sektor sowohl Ausrüstungs- als auch Bauinvestitionen abnehmen.
Den grössten Rückgang bei der Investitionstätigkeit meldet die Branche Papier und Druckerzeugnisse, vor allem aufgrund der Digitalisierung und der Konkurrenz aus dem Ausland. Einen starken Rückgang der Bruttoanlageinvestitionen erwartet auch der Fahrzeugbau, zumal die grossen Bauinvestitionen der letzten beiden Jahre nun abgearbeitet seien.

Grossunternehmen mit grösstem Zuwachs

Insgesamt planen Unternehmen aller Grössenordnungen im laufenden Jahr ihre Bruttoanlageinvestitionen zu erhöhen. Die stärkste Zunahme erwarten Grossunternehmen, während Klein- und Mittelunternehmen im Vergleich mit deutlich geringeren Zuwachsraten rechnen. Auch bei den Ausrüstungsinvestitionen sind die Veränderungsraten bei Grossunternehmen am höchsten. Kleinunternehmen erwarten bei den Ausrüstungsinvestitionen eine Zunahme von über 10 Prozent und bei den Bauinvestitionen immerhin noch 5 Prozent. Unternehmen mittlerer Grösse rechnen dagegen nicht damit, das Niveau ihrer Bauinvestitionen vom letzten Jahr halten zu können, wie es weiter heisst. Dafür erwarten die befragten Grossunternehmen eine Zunahme ihrer Bauinvestitionen von über 10 Prozent.