Prognose KOF ETH: Experten passen Erwartungen für 2014 nach oben an

Von KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich befragte Konjunkturexperten prognostizieren für das kommende Jahr eine Zunahme des Bruttoinlandprodukts von 1.9 Prozent (nach 1.7% in der letzten Umfrage vom Juni). Für dieses Jahr rechnen die Experten mit einem BIP-Anstieg von 1.6 Prozent (Juni: 1.3%). Bei den langfristigen Zinsen erwarten sie eine Wende, wie die KOF ETH heute in einer Medienmitteilung schreibt. Gemäss Befragung von Konjunkturexperten per September 2013 – nicht mit der Konjunkturprognose der KOF zu verwechseln – wurden die Erwartungen für die Schweizer Wirtschaft nach oben angepasst. Bereits gestern veröffentlichte BAK Basel eine Prognose, die von einem kräftigen BIP-Wachstum im nächsten Jahr ausgeht, die Erwartungen der Credit Suisse für das Schweizer Wirtschaftswachstum fielen ebenfalls positiver aus.

Bessere Prognosen 2013 – deflationäre Preisentwicklung

Für das laufende gehen die befragten Ökonomen von einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1.6 Prozent aus (gegenüber Juni-Befragung von 1.3%). Zudem korrigieren die Konjunkturprognostiker ihre Prognose für die Zunahme der realen Bau- und Ausrüstungsinvestitionen leicht nach oben. Der Consensus-Wert für die realen Bau- und Ausrüstungsinvestitionen liegt bei 1.1 Prozent in diesem Jahr (Juni: 1.0%). Für die Exporte bleibt die Prognose unverändert mit einem erwarteten Anstieg von 1.7 Prozent, wie es in der Mitteilung heisst.

Die Consensus-Werte für die Konsumentenpreise deuten mit einem Rückgang von –0.2 Prozent nun auf eine deflationäre Preisentwicklung hin (Juni: 0.0%). Für den Arbeitsmarkt behielten die Experten ihre Einschätzungen bei: Sie gehen weiterhin von einer Arbeitslosenquote von 3.2 Prozent für dieses Jahr aus.

Deutliche Zunahme von Bau- und Ausrüstungsinvestitionen 2014 und bei Exporten

Für 2014 erwarten die Prognostiker einen Anstieg des BIP von 1.9 Prozent, was leicht höher liegt als die Angabe von 1.7 Prozent im Juni. Die Einschätzungen für 2014 bezüglich der Zunahme der realen Bau und Ausrüstungsinvestitionen sowie der Exporte haben die befragten Ökonomen gemäss Medienmitteilung deutlich nach oben revidiert.

Sie erwarten ein Wachstum der Schweizer Exporte von 4.2 Prozent im kommenden Jahr (Juni-Wert: 3.7%), bei den realen Bau- und Ausrüstungsinvestitionen geben sie nun einen Anstieg von 2.6 Prozent an (letzte Befragung: 2.2%). Die Veränderung der Konsumentenpreise sehen die Konjunkturexperten bei 0.5 Prozent( Juni-Einschätzung: 0.7%), wie die KOF ETH in der Mitteilung weiter schreibt.

Die Erwartung an die Entwicklung der Arbeitslosenquote ist unverändert: Nach 3.2 Prozent in der Juni-Umfrage liegt der Consensus-Wert für die Arbeitslosenquote für das kommende Jahr ebenso wie für 2013 bei 3.2 Prozent.

Langfristig höhere Zinsen – Höchststände bei der Börse erwartet

Marginal nach oben korrigiert haben die befragten Ökonomen ihre Prognose für die kurzfristigen Zinsen mit einem Wert von 0.05 Prozent in drei Monaten und von 0.16 Prozent in zwölf Monaten (Juni-Umfrage: 0.04 Prozent in drei Monaten und 0.11 Prozent in zwölf Monaten). Die Zinswende bei den kurzfristigen Zinsen wird somit nach Einschätzung der Umfrageteilnehmer im Prognosezeitraum noch nicht erfolgen.

Für die Entwicklung der langfristigen Zinsen revidierten die Wirtschaftsexperten ihre Erwartungen jedoch deutlich nach oben. Für den Kassazins der 10-jährigen Bundesobligation rechnen sie neu mit 1.1 Prozent in drei Monaten und 1.5 Prozent in zwölf Monaten (Juni-Werte: 0.8% bzw. 1.1%), wie es weiter heisst.

An der Schweizer Börse erwarten die Wirtschaftsexperten längerfristig eine Rückkehr zu den Höchstständen im Mai 2013. Kurzfristig dürfte das aktuelle Niveau laut Mitteilung ungefähr gehalten werden. Sie gehen von einem Wert des Swiss Performance Index (SPI) von rund 7600 in drei Monaten aus. In zwölf Monaten dürfte der SPI wieder auf fast 7900 Zähler steigen.

Für den Wechselkurs des Frankens gegenüber dem Euro zeigt der Consensus einen Kurs von 1.24 in drei Monaten. Beim Franken/Dollarkurs rechnen die Experten mit 95 Rappen pro Dollar. Längerfristig (in zwölf Monaten) dürfte der Franken gegenüber dem Euro bei 1.25 zu liegen kommen, gegenüber dem Dollar dürfte der Kurs bei 0.98 Franken pro Dollar stehen.

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