Implenia-CEO Anton Affentranger mit Einblicken aus erster Hand [VIDEO]

Die Implenia AG ist mit rund 6’400 Mitarbeitenden und einem Umsatz von knapp CHF 2.7 Mrd. (2012) das grösste Bauunternehmen der Schweiz. Der an der SIX Swiss Exchange kotierte Konzern bewegt sich in einem hochkompetitiven Umfeld. Denn der Markt ist stark fragmentiert, weshalb das Unternehmen mit einer Vielzahl von kleinen, regional verankerten Anbietern in Konkurrenz steht, ebenso unterschiedlich sind die Volumen der einzelnen Bauprojekte. Man stelle sich vor: Gesamthaft war Implenia im letzten Jahr gleichzeitig auf insgesamt rund 4‘000 Baustellen tätig. Zugleich will das Unternehmen noch vermehrt in ausländischen Märkten Fuss fassen, wobei es dazu beispielsweise in Norwegen aufgrund unterschiedlicher Mentalitäten mehrere Anläufe benötigte (siehe Handelszeitung: Implenia: Multimillionen-Auftrag in Norwegen. 8.1.2014).  Zudem stehen grosse Infrastrukturprojekte wie die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) vor der Fertigstellung. Auch ist die Implenia AG wie andere Bauunternehmen den Gefahren ausgesetzt, die von einer Überhitzung des Immobilienmarktes ausgehen.

Es sind also spezielle Bedingungen, in denen sich das Unternehmen bewegt. Grund genug, sich mit dem Big Player und mit der gesamten Branche eingehender zu befassen.

Anton Affentranger, CEO von Implenia, spricht zum Thema Innovation in der Baubranche. Gemeinhin verbindet man die Baubranche allerdings nicht direkt mit dem Thema Innovation. Doch auf dem Gebiet des Equipments oder bei den Baumaterialien kommen laufend Neuerungen auf den Markt. Abläufe und Arbeitsprozesse sind periodisch anzupassen. Und Anton Affentranger erwähnt, wie er bei den Kollegen im Management immer wieder für grosse Augen sorgt, wenn es darum geht, die Strategie anzupassen. Dabei stellt er schon mal gerne die Dinge auf den Kopf. Sein Motto: Veränderungen bewirken muss man aus einer Position der Stärke.

Wenn Sie von Anton Affentranger mehr über die Implenia AG, das integrierte Businessmodell, Leistungs- und Produktportfolios oder Bauwerke und Lebenszyklen erfahren wollen, dann sehen Sie sich das folgende Video an.

Übrigens: Implenia-Finanzchef Beat Fellmann erhielt kürzlich in der Kategorie „SPI-Unternehmen“ den CFO of the Year Award 2014. Im Interview mit AccountingundControlling.ch gibt er spannende Einblick in die finanzielle Führung und die Prozesse zur Steuerung der Gruppe. Klicken Sie hier, um zum Interview zu gelangen.

Falls Sie das Video nicht sehen können, klicken Sie hier.

Unternehmens-Identifikationsnummer für Mwst und Handelsregister per 1.1.2014 massgebend

Seit Anfang 2014 ist die Unternehmens-Identifikationsnummer (UID) für 28 kantonale Handelsregister sowie für die Mehrwertsteuer die gültige Identifikationsnummer. Mit dem Aufbau des UID-Registers stehen erstmals validierte, eindeutig zu identifizierende und aktuelle Kerndaten aller Schweizer Unternehmen zur Verfügung, wie das Bundesamt für Statistik in einer Mitteilung schreibt. Der Anschluss weiterer UID-Stellen wie beispielsweise Steuer- und Branchenregister erfolgt sukzessive innerhalb einer Übergangsfrist (bis Ende 2015). Im Verkehr mit den Behörden ist die UID laut Gesetz die einzige, verbindliche nummerische Bezeichnung. Für rund 280‘000 Unternehmen, die in beiden Registern eingeschrieben sind, bedeutet die UID eine Erleichterung, müssen sie sich doch mit weniger Identifikationsnummern herumschlagen. Die UID ist insgesamt für über 700‘000 Schweizer Unternehmen relevant.

Per Anfang 2011 startete das UID-Register zeitgleich mit Inkrafttreten des Bundesgesetzes bereits den Basisservice und die Supportinfrastruktur. Aufgebaut hat das Register das Bundesamt für Statistik (BFS).

CFO-Interview: Vive le ROIC! Und was für die Looser Holding AG sonst noch zählt

Die Looser Holding AG ist eine weltweit agierende Unternehmensgruppe, die in den Segmenten Beschichtungen, Temperierungen, Industriedienstleistungen und Türen tätig ist. Mit insgesamt 23 operativen Gesellschaften hat die Looser Holding AG Nischenmärkte in Asien, Europa und den USA erschlossen. Im Bereich Beschichtung produziert und vertreibt das Unternehmen Holz-, Verpackung-, Industrie- und Antihaftlacke. Industriedienstleistungen erbringt Looser für die Baubranche, die öffentliche Hand sowie für Events mit mobilen Raumsystemen, Krane und Baugeräte. Das Segment Temperierung umfasst Wärmeübertragungsanlagen, Rückkühlaggregate und Temperiersysteme für die verschiedensten Branchen. Im Segment Türen schliesslich produziert und vertreibt Looser Zargen und Türen aller Art etwa für den Schutz vor Brand, Wärme, Rauch und Strahlung. Die Looser Holding AG ist an der SIX Swiss Exchange kotiert. Christoph Fierz, Chief Financial Officer (CFO) bei der Looser Holding AG, sagt, welche Kennzahlen bei der Führung wichtig sind und was das Credo bei der Rendite ist. Die folgenden Antworten beziehen sich auf persönliche Meinungen und sind damit natürlich nicht allgemein gültig.

Welche Kennzahlen sind für die Führung des Unternehmens zentral?

  • Profitabilitätskennzahlen: z.B. Renditen auf dem investierten Kapital wie z.B. Return on Invested Capital (ROIC), Return on Net Operation Assets (RONOA); ROI etc.
  • Cashflow-Kennzahlen: z.B. Cashflow brutto sowie Free Cash Flow
  • EBITDA und EBIT, sowie EBITDA und EBIT-Marge
  • Produktivitätskennzahlen wie z.B. Wert Output pro Stück. dividiert durch Wert Herstellungskosten pro Stück. etc.
  • Liquiditätskennzahlen wie z.B. EK-Quote, Nettoverschuldung etc.

Wieso haben Sie diese Kennzahlen als Führungs- und Steuerungsgrössen gewählt?

  • Profitabilität, Cashflow, Liquidität- und Produktivitätskennzahlen berücksichtigen praktisch die vollständige Wertschöpfung einer Unternehmung
  • Rendite und Margen aber auch Cash-Kennzahlen sind äusserst wichtig für die Steuerung eines Unternehmens; Cashkomponente ist immer zu berücksichtigen, denn Cash ist der „Schnauf“ eines Unternehmens

Nach welchen internen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen richten Sie in Ihrem Unternehmen die Investitionsentscheide aus?

  • Betreffend Capex (Investitionen in Sachanlagen): Dynamische Investitionsrechnung mit einer Payback-Methode; Renditevorgabe: mindestens 10%
  • Betreffend Akquisitionen: verschiedene Kennzahlen analog der Frage 1.; Hauptsächlich jedoch EBITDA- und EBIT-Margen sowie ROIC; ROIC muss über dem Weighted Average Cost of Capital (WACC) der eigenen Gesellschaft resp. der Gruppe liegen.

Welche volkswirtschaftlichen Indizes berücksichtigen Sie konkret bei Investitionsentscheiden? 

  • Je nach Land und je nach Märkten sind Wirtschaftswachstumsraten der betroffenen Branche relevant. Insbesondere  bei Akquisitionen sowie bei der Budgetierung bzw. bei der Definition der Ziele (z.B. Branchenwachstum im Maschinenbau in Deutschland oder Entwicklungen in der Kunststoffindustrie, Wachstum resp. Veränderung der Märkte in der Baubranche mit spezieller Betrachtung der  Bereiche Wohn – und Wirtschaftsbauten, etc.)
  • Bei Capex werden solche Indizes weniger berücksichtigt, zumal in diesem Bereich mehr eine Nutzenrechnung entscheidend ist (Investition versus Netto-Nutzen aus dieser Investition).

Welche Renditekennzahl ist für Sie relevant (z.B. Return on Capital Employed (Roce), Return on Net Assets (Rona), ROI)?

ROIC wird in unserem Unternehmen seit einigen Jahren als „Kredo“ eingesetzt.

Nach welchem Konzept beurteilen Sie die Werthaltigkeit von Investitionen und warum?

  • Capex: Diskontierte Nettonutzen werden der Investition gegenüber gestellt.
    Siehe auch Dynamische Investitionsrechnungen.
  • Akquisitionen: DCF-Methode als Näherungswert; Rest ist Verhandlungssache
  • Goodwill/Immaterielle Vermögenswerte: DCF-Methoden via Impairment-Tests

Wir danken Christoph Fierz für die Beantwortung der Fragen.

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KPMG: Forensic Fraud Barometer 2013 – Öffentliche Hand und Finanzinstitute im Visier von Betrügern

Die Zahl von Wirtschaftsdelikten ging im letzten Jahr zwar leicht zurück, dennoch stieg in der Schweiz die gesamte Schadenshöhe um 66.8 Prozent auf CHF über 830 Millionen. Ursache für die massive Steigerung sind vier besonders schwere Fälle mit hohen Deliktsummen. Auffallend ist auch der im Vorjahresvergleich starke Anstieg von Delikten bei öffentlichen Verwaltungen. Dies sind die Ergebnisse des neusten KPMG Forensic Fraud Barometer. Von den Tätergruppen verursachten auch 2013 primär Angestellte in Kaderfunktionen das grösste Schadensvolumen (CHF 501,7 Mio.), im Vergleich zum Vorjahr waren allerdings weniger einfache Angestellte involviert (6 Fälle). Und: Es kam zu keinen Verurteilungen aufgrund von Delikten im Bereich der organisierter Kriminalität. Der Fraud Barometer umfasst Fälle von Wirtschaftskriminalität, die vor ein Schweizer Strafgericht zum Abschluss gelangen und einen Schadensbetrag von mindestens CHF 50‘000 aufweisen.

Geschädigte vor allem Finanzinstitute, Unternehmungen und Investoren

Das sich gesamtschweizerisch präsentierende Bild höherer Schadenssumme bei geringer Anzahl von Fällen lässt sich auch bei den Opferkategorien „kommerzielle Unternehmen“ und „Finanzinstitute“ erkennen. Das Berichtsjahr 2013 verzeichnete in diesen Kategorien insgesamt 12 Fälle (Vorjahr 21) bei einem Schadensvolumen von rund CHF 369 Millionen (Finanzinstitute) und CHF 167,6 Millionen (kommerzielle Unternehmungen), wie es in der Mitteilung heisst. Die starke Zunahme der Schadenssumme auf CHF 167,6 Millionen (2012: CHF 29,6 Mio.) ist auf diverse spektakuläre Fälle von Veruntreuung, Betrug und Geldwäscherei zurückzuführen.
Investoren waren 2013 zudem erstmals nicht mehr die am stärksten betroffene Opfergruppe.

Mehr Delikte bei öffentlichen Verwaltungen 

Im Vorjahresvergleich stieg die Anzahl der Fälle, bei denen öffentliche Verwaltungen geschädigt wurden, um rund 80 Prozent auf total 18. Insbesondere bei Sozialversicherungsbetrug und ungetreuer Geschäftsbesorgung kamen laut Angaben 2013 je 8 Fälle vor ein Strafgericht. Täter waren mehrheitlich Staatsmitarbeitende in Kaderfunktion (7 Fälle), Angestellte waren in 3 Fällen kriminell aktiv.

Zürich fällt positiv auf, Tessin negativ

Die meisten Fälle von Wirtschaftskriminalität kamen im Vorjahr im Kanton Zürich vor Gericht, die Anzahl ging allerdings zurück von 30 auf 21 Fälle. Der Kanton Zürich verzeichnet der Mitteilung zu Folge im Vergleich nach wie vor das höchste Schadensvolumen (CHF 252,8 Mio.) Auffallend ist im Kanton Tessin die Gesamtschadenssumme (CHF 188,5 Millionen) in Kombination mit der geringeren Zahl von Fällen (5). Ähnlich präsentiert sich die Westschweiz (Schadensvolumen CHF 134,4 Mio. bei 2 Fällen). Ein verhältnismässig geringe Gesamtschadenssumme (CHF 6,5 Mio.) zeigt 2013 die Nordwestschweiz.

Hohe Dunkelziffer 

Lange nicht alle betroffenen Unternehmen bringen Fälle von Wirtschaftskriminalität vor Gericht. Das Beratungsunternehmen KPMG geht laut Mitteilung deshalb von einer hohen Dunkelziffer aus und rechnet damit, dass die Anzahl Fälle insgesamt weiter steigen wird, zumal Wirtschaftsdelikte meist erst nach 2 oder 3 Jahren aufgedeckt werden. Zudem müsse von einer Häufung der Fälle im Nachgang zur Finanz- und Wirtschaftskrise ausgegangen werden.

Spektakuläre Fälle von Wirtschaftskriminalität, die im Jahr 2013 von Gerichten behandelt wurden

Zu den Links geht es hier:

CH/Einkaufsmanager-Index: Guter Start im Januar – zuversichtlich über weitere Entwicklung

Offenbar ist die Schweizer Industrie gut ins Jahr 2014 gestartet. Der Schweizer Einkaufsmanager-Index (Purchasing Managers‘ Index – PMI) ist im Januar auf 56.1 Punkte gestiegen und liegt damit gerundet um einen Punkt höher als im Dezember (revidierter Wert: 55.0; bisher: 53.9). Der Index-Wert von 56.1 deutet auf ein Wachstum über dem langjährigen Trend hin, wie der  Fachverband für Einkauf und Supply Management (www.procure.ch) in einer Mitteilung schreibt. Der Fachverband erstellt den Index in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse.

Der Blick auf die Subkomponenten zeige zudem, dass das Wachstumsbild ausgeglichener sei als in den Vorjahren. Trotz dynamischer Produktion legte der Auftragsbestand im Januar weiter zu, wobei sich auch die entsprechenden Subkomponenten in der Wachstumszone auf 56.1 Punkte («Produktion») bzw. 60.4 Punkte («Auftragsbestand») erhöhten. Der Lagerabbau scheint laut Mitteilung zu Ende zu gehen («Lager Verkauf»: 50.3, «Lager Einkauf»: 47.9 Punkte). Die Zunahme der Einkaufsmenge (53.9 Zähler) spiegelt eine gewisse Zuversicht der Unternehmen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung wider. Gleichzeitig stellte die Industrie weiter Personal ein, wenn auch mit leicht geringerer Dynamik, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Demnach sank die Subkomponente «Beschäftigung» um 0.7 Punkte auf 52.8 Zähler. Beschleunigt zunehmende Lieferfristen («Lieferfristen» nahm um 1.4 Punkte auf 57.2 Zähler zu) deuten zudem darauf hin, dass die Kapazitäten gut ausgelastet sind und die Unternehmen diese allenfalls ausbauen werden, um Lieferengpässe zu vermeiden, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Der US Manufacturing Index (PMI) ist im Januar 2014 auf 53.7 Punkte gefallen von 55.0 Punkten im Dezember, wie der Finanzinformationsdienst Markit heute Nachmittag in einer Mitteilung schreibt.

 

 

Arbeitsmarktstudie: Finanzchefs von Schweizer Unternehmen optimistisch für 2014

Laut einer Befragung von Finanzchefs bieten sich dieses Jahr für Schweizer Unternehmen gute Chancen. Demnach sind 8 von 10 Finanzchefs „zuversichtlich bis sehr zuversichtlich“ bezüglich der Wachstumsperspektiven in der Schweiz  (2013: 70 %) für das Jahr 2014. Bezogen auf das eigene Unternehmen ist die Stimmung bei den CFOs entsprechend optimistisch. So gehen 84 Prozent der Befragten beim eigenen Unternehmen von einem Wachstum aus (Vorjahr: 82 %). Insgesamt wurden 100 Finanzverantwortliche von Schweizer Unternehmen im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half befragt. Die aufgehellte Stimmung könnte auch Auswirkungen auf den Stellenmarkt haben. In diesem Jahr wollen 81 Prozent der Schweizer Unternehmen den aktuellen Personalbestand halten oder diesen sogar aufstocken. Der Anteil einstellender Unternehmen hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent erhöht.

Gesuchte Finanzprofis

Laut der aktuellen Arbeitsmarktstudie planen 37 Prozent  der befragten Finanzverantwortlichen, den Personalbestand beim Finanz- und Rechnungswesen im ersten Halbjahr 2014 zu vergrössern. Zum Vergleich: 2013 gingen 30 Prozent der Befragten von einem Ausbau der Stellen aus. Die aktuelle Situation könnte zu einer Akzentuierung des Fachkräftemangels führen. “Der bereits länger anhaltende Fachkräftemangel in der IT-Branche erfasst immer stärker auch das Finanz- und Rechnungswesen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an geeigneten Mitarbeitenden und die ohnehin heute schon schwierige Personalsuche wird noch schwieriger“, sagt dazu Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany bei Robert Half. Laut Studie sind lediglich 7 Prozent der Befragten der Meinung, ein Stellenabbau sei möglich. Den Personalbestand durch Wiederbesetzung frei gewordener Stellen halten wollen 44 Prozent der Unternehmen in der Schweiz. Das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Und der Anteil jener  Unternehmen, die frei gewordene Stellen nicht neu besetzen wollen, hat sich mehr als halbiert von 28 Prozent in der ersten Hälfte 2013 auf aktuell 12 Prozent.

Neue Projekte, neue Märkte

Knapp die Hälfte der Finanzchefs wagt einen Ausbau des Personals, wobei der geplante Stellenaufbau mit Geschäftswachstum oder -expansion innerhalb des Landes begründet wird. Mit zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollen die Unternehmen 2014 neue Projekte anpacken (43 %) oder neue Märkte erschliessen (41 %). Den Ausbau des Produkt- und Leistungsportfolios im Auge haben gemäss der Arbeitsmarktstudie 41 Prozent der Unternehmen.

 

 

ESTV: Ansätze 2014 der Gewinn- und Kapitalsteuern für juristische Personen

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) zeigt in einer Zusammenstellung die aktuellen Ansätze der Gewinn- und Kapitalsteuern für juristische Personen in den einzelnen Kantonen.

Gewinnsteuer

Die einfachen Ansätze (eingelesen per 14.1.2014) der Gewinnsteuer für juristische Personen betragen:

A. Proportionale Steuer vom Reingewinn

Kantone …. Proportionale Steuer vom Reingewinn
AR In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden.
Kein jährliches Vielfaches.
6% 
Für Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, welche vor dem 1.1.2008 Steuererleichterung gewährt wurde, beträgt während der Dauer der Steuererleichterung die einfache Steuer 1,85% vom steuerbaren Reingewinn.
AI In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 8% 
BE In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 1.55% auf 20% des steuerbaren Reingewinns, mind. jedoch auf CHF 10’000.
3.1% auf die weiteren CHF 50’000 Reingewinn
4.6% auf den übrigen Reingewinn
GE In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 10%
GL In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 9%
GR In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 5,5%
JU In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 3.6% [1]
LU In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 1,5% des steuerbaren Reingewinns
NW In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden.
Kein jährliches Vielfaches.
6%
OW  In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden.
Kein jährliches Vielfaches.
6%
SG In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 3,75%
SH In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 5%
SZ In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 2,25% des steuerbaren Reingewinns.
Anstelle der Gewinnsteuer wird eine Minimalsteuer entrichtet, wenn diese die berechnete Gewinnsteuer übersteigt. Die Minimalsteuer wird nach dem Eigenkapital bemessen.
TG In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 4%
TI In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden.
Kein jährliches Vielfaches.
9%
UR In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 4,2%
VD In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 9,5%
ZG In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. Einfacher Ansatz
3% für die ersten CHF 100’000,
6% für den CHF 100’000 übersteigenden Gewinn.
ZH In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden. 8%

.

Bund Proportionale Steuer vom Reingewinn
 In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden.
Kein jährliches Vielfaches.
8,5%

 

B. Progressive Steuer vom Reingewinn

Kantone Progressive Steuer vom Reingewinn
AG In der Bemessungsperiode
bezahlte Steuern können abgezogen werden.
6% auf den ersten 150‘000 Fr
9% auf dem übrigen Reingewinn
Mindeststeuer:
Sie beträgt als einfache (100%ige) Staatssteuer
für Kapitalgesellschaften 500 Fr.
für Genossenschaften 100 Fr.
BL In der Bemessungsperiode
bezahlte Steuern können abgezogen werden.
Kein jährliches Vielfaches.
6% auf den ersten 100’000 Fr. des Reingewinns
12% auf dem verbleibenden Reinertrag
FR Les impôts payés dans la période
de calcul peuvent être déduits.
8,5% lorsque le bénéfice total n’excède pas 50’000 fr.
4,20% sur les premiers 25’000 fr.
12,80% sur les 25’000 fr. suivants
NE Les impôts payés dans la période
de calcul peuvent être déduits.
6% sur les premiers 10’000 fr.
8.66% sur les 30’000 fr. suivants
[2]
8% sur le bénéfice supérieur à 40’000 fr.
SO In der Bemessungsperiode
bezahlte Steuern können abgezogen werden.
5% auf den ersten 100‘000 Fr.
8,5% auf dem verbleibenden Reingewinn
VS Les impôts payés dans la période
de calcul peuvent être déduits.
Pas de multiple annuel.
3,0% jusqu’à concurrence de 150’000 fr.
9,5% de 100’001 fr. et plus

 

C. Mehrstufentarife nach Ertragsintensität

Kanton Mehrstufentarife nach Ertragsintensität 
BS In der Bemessungsperiode bezahlte Steuern können abgezogen werden.
Kein jährliches Vielfaches.
9% Grundsteuer zusätzlich so viele Prozente des steuerbaren Reingewinnes, als dieser Prozente des steuerbaren Kapitals zu Beginn der Steuerperiode ausmacht. Maximum 20%

 

Kapitalsteuern

Die einfachen Ansätze der Kapitalsteuer für juristische Personen (eingelesen per 14.1.2014) betragen:

A. Proportionale Steuer

Kantone …. Proportionale Steuer
AG Die Gewinnsteuer wird an die Kapitalsteuer angerechnet. 1.25‰
für Kapitalgesellschaften mindestens CHF 500
für Genossenschaften mindestens CHF 100
AR 0.1‰
mindestens CHF 300
AI Die Gewinnsteuer wird an die Kapitalsteuer angerechnet. 0.5‰
mindestens CHF 500
BE Die Gewinnsteuer wird an die Kapitalsteuer angerechnet. 0.3‰
BL Die Gewinnsteuer wird an die Kapitalsteuer angerechnet.
Kein jährliches Vielfaches.
1.0‰
BS Kein jährliches Vielfaches. 5.25‰
FR 1.6‰
GE L’impôt sur le capital est déduit du montant de l’impôt sur le bénéfice.
La réduction ne peut excé-der 8 500 fr.
1.8‰
2,0‰ pour les sociétés et coopératives n’ayant pas de bénéfice imposable
GL 2.0‰
JU 0.75‰
LU 0.5‰ vom steuerbaren Kapital
NE Die Gewinnsteuer wird an die Kapitalsteuer angerechnet.
Kein jährliches Vielfaches.
2,5‰
NW 0.1‰
mindestens CHF 500
OW Kein jährliches Vielfaches. 2.0‰
mindestens CHF 500
SG Die Gewinnsteuer wird an die Kapitalsteuer angerechnet. 0.2‰
SH 1.0‰
SO Die Gewinnsteuer wird an die Kapitalsteuer angerechnet. 0.8‰
SZ 0.4‰ (Minimalsteuer) vom massgebenden Eigenkapital
TG Die Gewinnsteuer wird an die Kapitalsteuer angerechnet. 0.3‰
mindestens CHF 100
TI Kein jährliches Vielfaches. 1.5‰
UR Maximal 2.4‰ und minimal 0.01‰
VD Die Gewinnsteuer wird an die Kapitalsteuer angerechnet. 0.3‰
VS Pas de multiple annuel. 1.0‰ jusqu‘ à 500’000 fr.
2.5‰ pour 500’001 fr. et plus
ZG 0.5‰
ZH 0.75‰

 

Bund Proportionale Steuer vom Reingewinn
Keine Steuer/Pas d’impôt

 

B. Progressive Steuer

Kanton Progressive Steuer
 GR Der Grosse Rat setzt jährlich den Steuerfuss
in Prozenten der einfachen Kantonssteuer fest.
Mindestansatz 2.3‰
Höchstansatz 2.5‰

 

Weitere Details zur Besteuerung von Holding- und Beteiligungsgesellschaften sowie Domizil- und Verwaltunsgesellschaften siehe ausführliches Dokument der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV).

 


[1] 2013: 4.0%

[2] 2013: 10% sur les 10’000 fr. suivantes

Studie: Wie Grossunternehmen zu Big Data stehen

Big data wird vermehrt zum Wettbewerbsfaktor und entscheidet damit über die Konkurrenzfähigkeit von Unternehmen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind zahlreiche Unternehmen daran, ihre Geschäftsmodelle grundlegend zu überdenken und sich neu aufstellen. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Beratungsunternehmen KPMG International und FT Remark (Going beyond the data). Demnach halten 86 Prozent der Befragten Datenanalysen für wichtig, sehr wichtig oder gar ausschlaggebend für die eigene Strategie. Befragt wurden 144 CFO und CIO von Unternehmen mit mehr als USD 1 Mrd. Umsatz.

Technische Fortschritte im Bereich der Datenanalyse erschliessen neue Möglichkeiten im Umgang mit Daten. Mittels Datenanalysen wollen Unternehmen aus der täglich wachsenden Menge an Bits und Bytes die relevanten Schlüsse ziehen für die Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen. Gewinnung und vor allem die Auswertung der riesigen Datenmengen sind laut Studie entscheidend für die Wachstumsstrategie der Unternehmen. Allerdings gibt es im Urteil der Unternehmensführer erhebliche regionale Unterschiede, was die Bedeutung von Big data betrifft.

Europa und USA beurteilen Bedeutung unterschiedlich

Wer relevante Sachverhalte frühzeitig erkennt, trifft auf Basis korrekter Analysen und Interpretationen von Daten meistens bessere Entscheidungen. Dies haben auch die meisten Organisationen erkannt. Allerdings sind Firmen im asiatisch-pazifischen Raum und in Amerika laut Studie zu einem noch höheren Grad sensibilisiert für die Thematik der Datenanalysen als jene in Europa. So sind in Europa ansässige Unternehmen bei der Umsetzung noch eher vorsichtig, obwohl sie die Wichtigkeit ebenfalls klar erkannt haben. In Europa geht lediglich ein Viertel der Interviewten davon aus, dass Datenanalysen in Zukunft wichtig sein werden.

Datensicherheit und Privatsphäre zentral

Doch auch wenn die Umsetzung technisch möglich ist, muss die Datensammlung im Einklang mit den bestehenden Gesetzen erfolgen, denn bei der Erfassung und Analyse von Datenmengen dürfen bestimmte Bedürfnisse nicht vernachlässigt werden. Die aktuelle Debatte über Nutzen und Gefahren einer uneingeschränkten Sammlung und Bearbeitung von Daten sowie die grenzenlose Überwachung durch staatliche Geheimdienste macht deutlich, welche weitreichenden Folgen die globale Vernetzung von Informationssystemen bereits heute hat. „Die technischen Möglichkeiten werden in naher Zukunft noch wesentlich zunehmen. Und Fragen zum Schutz der Privatsphäre werden Staaten, Unternehmen und Gesellschaften in den kommenden Jahren noch stärker beschäftigen“, erklärt Ulrich Amberg, Leiter IT-Beratung von KPMG Schweiz. „Es ist an den Gesetzgebern und Regulatoren, verbindliche Rahmenbedingungen für die Datensammlung und -analyse und damit den wirkungsvollen Schutz der Privatsphäre zu etablieren.“
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Abb.1.: Über die Wichtigkeit von Datenanalysen für die Wachstumsstrategie des eigenen Unternehmens bestehen je nach Region erhebliche Unterschiede.

Regionale Unterschiede zeigen sich auch im Bereich der Datennutzung. Während in Amerika ansässige Unternehmen Datenanalysen eher für Innovationen einsetzen wie etwa für Verbesserungen von Produkten und Dienstleistungen, nutzen europäische Firmen die Auswertung von Daten vor allem für Prozessoptimierungen und Kostensenkungen. Dies spiegelt sich auch im Ergebnis zur Frage wider, inwiefern die Analysen der Kundendaten unmittelbar zur Umsatzsteigerung genutzt werden. In Amerika geben 70 Prozent der Befragten an, dass sie den Umsatz durch eine genauere Analyse der gesammelten Kundendaten steigern konnten. Im asiatisch-pazifischen Raum sind es laut Studie 64 Prozent, in Europa dagegen nur 56 Prozent der Unternehmen.

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Abb:2: Nach Ansicht von Topmanagern hat die Analyse von Kundendaten einen erheblichen Einfluss auf die Steigerung des Umsatzes.

Hohe Investitionen in die Datenanalyse

Firmen unterschiedlicher Branchen haben bereits damit begonnen, sich der zunehmend von Daten und Analysen getrieben Welt anzupassen – insbesondere Unternehmen, die täglich mit grossen Mengen an marktrelevanten Daten konfrontiert sind. Dazu gehören beispielsweise Finanzdienstleister, Telekom- und Pharmaunternehmen, aber auch Betriebe aus der Konsumgüterindustrie und dem Detailhandel. Mit den heute gängigen Technologien sind laut Studie Auswertungen und Analysen der enormen Datenmengen erst ansatzweise möglich und oft mit langen Auswertungszeiten verbunden. Alle Befragten gaben deshalb an, in den nächsten zwei Jahren einen im Verhältnis zum Umsatz beachtlichen Teil ihrer Mittel in den Bereich Datenanalyse investieren zu wollen.

Beispiele von Wettbewerbsvorteilen in Schweizer Kernbranchen

Bereits heute gibt es Bespiele dafür, wie Datenanalysen zu einem Wettbewerbsvorteil führen und dem Unternehmen Mehrwert bringen können:

  • Im Konsumgüterbereich werden mittels «Social Media Monitoring» und der Beobachtung von branchenspezifischen Internetplattformen und Kundenforen Daten systematisch ausgewertet und so Produkte- und Vermarktungsstrategien verbessert.
  • Pharmaunternehmen können dank leistungsfähigeren Datenanalysen relevante Muster in grossen Datenmengen viel schneller erkennen und so ihre Forschungsaktivitäten optimieren.
  • Für Telekom-Anbieter sind aussagekräftige Zukunftsprognosen bezüglich Kundenverhalten und -bedürfnissen eine wesentliche Grundlage zur Innovationssteuerung.
  • Für Banken und Versicherungen ist die Bewertung finanzieller und operationeller Risiken mittels komplexer Modelle ein Kernthema, dessen Bedeutung durch die neuen Möglichkeiten von «Big Data» und ausgeklügelten Datenanalysen noch stark zunehmen wird.

Definition der Daten als grösstes Hindernis

Obwohl die Vorteile systematischer Datenanalysen und -nutzungen gemäss KPMG-Studie bekannt sind, steht einer breiteren Anwendung noch einiges im Weg. Die grösste Hürde stellt für 54 Prozent der Befragten denn auch die anfängliche Definition der zu sammelnden Daten dar. So muss ein Unternehmen festlegen, welche unternehmerischen Fragen man mittels Daten überhaupt klären will. Zudem ist zu klären, welche technischen Fähigkeiten und Hilfsmittel für eine exakte Analyse und Interpretation nötig sind (44%). Grundsätzlich ist es technisch eine Herausforderung, unter allen möglichen Varianten die zweckdienliche Lösung für eine effiziente Datenanalyse zu finden, von der Umsetzung ganz zu schweigen (38%).

 

Schweiz behauptet sich im Steuerwettbewerb

Insgesamt haben die Schweizer Kantone seit Ausbruch der Finanzkrise ihre vorteilhafte Position im internationalen Vergleich nochmals leicht ausgebaut. Im internationalen Steuerwettbewerb weisen insbesondere die untersuchten 15 Schweizer Kantonen eine starke Stellung auf. Doch während die Unternehmenssteuern weiterhin sinken, ist bei hoch qualifizierten Arbeitskräften eine Trendumkehr hin zu höheren Steuern zu beobachten. Dies geht aus dem aktualisierten Vergleich (Taxation Index 2013) der BAK Basel hervor. Der Index 2013 misst die steuerliche Standortattraktivität von insgesamt 85 Regionen in 23 Ländern.

Tiefe Steuerbelastung von Unternehmen und Hochqualifizierten
Bei der effektiven durchschnittlichen Unternehmenssteuerbelastung folgen die Kantone Nidwalden, Appenzell A.Rh. und Luzern unmittelbar auf den am tiefsten besteuernden Standort Hong Kong. Bei der Besteuerung von Hochqualifizierten belegen die Kantone Zug, Schwyz und Obwalden die Plätze hinter den unangefochtenen Spitzenreitern Singapur und Hong Kong, wie die BAK Basel Economics AG in der Mitteilung schreibt. Sogar die am höchsten besteuernden Schweizer Standorte weisen eine im internationalen Vergleich moderate Steuerbelastung auf. Auch bei den Hochqualifizierten liegt die Belastung deutlich unter jener der Schweizer Nachbarländer.

Hohe steuerliche Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz in der Finanzkrise bewahrt
Bei den Unternehmenssteuern ist seit 2009 lediglich eine Temporeduktion bei der Senkung der Steuerbelastung zu beobachten, nicht jedoch eine Trendumkehr. Schweizer Kantone konnten ihre starke Stellung im internationalen Steuerwettbewerb seit 2009 halten – oder gar zu verbessern. Bei den Unternehmen senkten Luzern (-5.1%-P.), Schwyz (-4.2 %-P.) und Graubünden (-1.8%-P.) die Steuerbelastung deutlich, wie es weiter heisst.

Bei den Hochqualifizierten verbesserten sich die meisten Schweizer Kantone, wobei insbesondere Glarus (-5.0%-P.), wiederum Luzern (-4.0 %-P.) und Thurgau (-3.0%-P) ihre steuerliche Standortattraktivität spürbar verbessern konnten. Bei der Steuerbelastung für Hochqualifizierte macht sich der im Zuge der Finanzkrise stark aufgewertete Schweizer Franken positiv bemerkbar. Ein im internationalen Wettbewerb um hochqualifizierte Arbeitskräfte kompetitives Einkommen ist dadurch in Schweizer Franken gerechnet günstiger geworden. Der gesunkene Frankenbetrag zur Erreichung des in den Berechnungen angenommenen Einkommens nach Steuern von 100‘000 Euro führt aufgrund der Progression der Einkommenssteuertarife zu einer Milderung der ausgewiesenen Steuerbelastung. Die zunehmend schwierige finanzielle Situation der Schweizer Kantonen dürfte das Halten der vorteilhaften Position im internationalen Steuerwettbewerb allerdings erschweren.

Boxen-Lösung als Möglichkeit bei Steuerreform  
Bei der Unternehmensbesteuerung könnte sich im Zuge der Unternehmenssteuerreform III die Steuerbelastung im Vergleich jedoch nochmals spürbar reduzieren. Der im BAK Taxation Index betrachtet Normalfall einer Unternehmung ohne Privilegierung könnte ebenfalls von alternativen Regelungen (z.B. IP-Box) profitieren, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die starke Stellung der Schweizer Kantone im Steuerwettbewerb wird allerdings wohl trotz der sich abzeichnenden kleineren finanziellen Spielräume nicht gefährdet sein. Die im Vergleich zu den meisten europäischen Ländern erheblichen tieferen Steuerniveaus in der Schweiz, insbesondere im Bereich der Hochqualifizierten, und die insgesamt vergleichsweise soliden Staatsfinanzen bilden ein weiterhin stabiles Fundament für einen attraktiven Wirtschaftsstandort Schweiz.

 

Anmerkung: Steuerbelastung für Unternehmen (in %) in den Kantonshauptorten (Schweizer Standorte) oder dem wirtschaftlichen Hauptort eines Landes (internationale Standorte). Ø BAK Taxation Index entspricht dem BIP-gewichteten Durchschnitt aller im Index enthaltenen Regionen. Quelle: BAKBASEL/ZEW
Anmerkung: Steuerbelastung für Unternehmen (in %) in den Kantonshauptorten (Schweizer Standorte) oder dem wirtschaftlichen Hauptort eines Landes (internationale Standorte). Ø BAK Taxation Index entspricht dem BIP-gewichteten Durchschnitt aller im Index enthaltenen Regionen.
Quelle: BAKBASEL/ZEW

 

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Anmerkung: Steuerbelastung für Unternehmen (in %) in den Kantonshauptorten (Schweizer Standorte) oder dem wirtschaftlichen Hauptort eines Landes (internationale Standorte). Ø BAK Taxation Index entspricht dem BIP-gewichteten Durchschnitt aller im Index enthaltenen Regionen. Differenz (2003-2009 und 2009-2013) in %-Punkten. *: Diese Regionen fanden erst ab 2007 Einzug in den BAK Taxation Index. Die Differenz bezieht sich folglich auf 2007-2009 und 2009-2013.
Quelle: BAKBASEL/ZEW

 

 

CFO-Interview: Welche Kennzahlen für die Galenica AG zählen

Kennzahlen sind als hard facts für die Führung von Unternehmen unabdingbar. Ausgerichtet auf die Bedürfnisse des Managements, bedienen sich die Unternehmen aus verschiedensten Systemen von Kennzahlen. Einige Kennzahlen sind dabei für börsenkotierte Unternehmen state of the art, andere wiederum werden für Vergleiche innerhalb der Branche herangezogen. Welche Kennzahlen für die Galenica AG   entscheidend sind, sagt Dr. Jörg Kneubühler, CFO und Leiter Human Resources. Die Galenica Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt pharmazeutische Spezialitäten, bietet Logistikdienstleistungen an, führt Apotheken und etabliert Datenbanken und Netzwerke (Aktienkurs hier).

Jörg Kneubühler

Welche Kennzahlen sind für die Führung des Unternehmens zentral?   

Neben dem üblichen Standard-Kennzahlenset setzen wir im Rahmen der wertorientierten Unternehmungsführung seit 8 Jahren auch den Economic Profit (Economic Value Added oder kurz EVA) ein. Diese wichtige Führungsgrösse erlaubt es uns, im Benchmark mit anderen eine auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtete Unternehmensführung umzusetzen.

Nach welchen internen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen richten Sie in Ihrem Unternehmen die Investitionsentscheide aus?

Im Fokus stehen dabei die Discounted-Cashflow-Methode (DCF) mit komplexitätsabhängiger Anzahl Szenarien und Sensitivitätsanalyse. Im Weiteren wollen wir beispielsweise bei Akquisitionen auch immer das jeweilige Risikoprofil der Vorleistungen und die Aufteilung des Unternehmenswertes in Current Operational Value – das, was die Unternehmung zurzeit leistet –  und Future Growth Value – das, was an Mehr-/Minderwert in der Zukunft zu erwarten ist –  gut verstehen.  Wichtig ist es dabei für die Preisfestlegung auseinander zu halten, welcher Teil des Unternehmenswertes durch den Beitrag des Verkäufers einfliesst und welcher Teil durch uns (Synergien usw.) erst noch zu realisieren sein wird.

Wieso haben Sie diese Kennzahlen als Führungs- und Steuerungsgrössen gewählt?

Die DCF-Methode ist Teil der wertorientierten Unternehmensführung, die bei uns konsistent bei der Akquisition neuer Aktivitäten, der Beurteilung bestehender Geschäftsfelder und der Kompensation von Direktion und Kader angewandt wird.

Welche volkswirtschaftlichen Indizes berücksichtigen Sie konkret bei Investitionsentscheiden?

Nur solche, die trendmässig bereits historisch belegt sind. Wir sind generell zurückhaltend gegenüber Prognosen, da aus unserer Erfahrung häufig die entscheidenden Faktoren für den relevanten Betrachtungszeitraum nicht kontinuierlicher Natur sind (Nine-Eleven usw.).

Welche Renditekennzahl ist für Sie relevant (z.B. ROCE, RONA, ROI)?    

Die Methode des Return on Invested Capital (ROIC) ist auf Stufe Gesamtunternehmung und für Teilbereiche von Bedeutung. Zusätzlich wird bei der Betrachtung des Gesamtunternehmens der Return on Equity (ROE) mit einbezogen.

Nach welchem Konzept beurteilen Sie die Werthaltigkeit von Investitionen und warum?

Das Impairmenttesting basiert wiederum auf der DCF-Methode und ist konsistent eingebettet in unser Gesamtinstrumentarium der wertorientierten Unternehmungsführung. Die von uns erstellten Werthaltigkeitsprüfungen werden durch die externe Revision im Rahmen der jährlichen Prüfung validiert.

Wir danken Dr. Jörg Kneubühler für die Beantwortung der Fragen.

Dieser Beitrag wurde am Montag, 06.01.2014 um 07:00 Uhr unter Accounting veröffentlicht.