Laut einer Befragung von Finanzchefs bieten sich dieses Jahr für Schweizer Unternehmen gute Chancen. Demnach sind 8 von 10 Finanzchefs „zuversichtlich bis sehr zuversichtlich“ bezüglich der Wachstumsperspektiven in der Schweiz (2013: 70 %) für das Jahr 2014. Bezogen auf das eigene Unternehmen ist die Stimmung bei den CFOs entsprechend optimistisch. So gehen 84 Prozent der Befragten beim eigenen Unternehmen von einem Wachstum aus (Vorjahr: 82 %). Insgesamt wurden 100 Finanzverantwortliche von Schweizer Unternehmen im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half befragt. Die aufgehellte Stimmung könnte auch Auswirkungen auf den Stellenmarkt haben. In diesem Jahr wollen 81 Prozent der Schweizer Unternehmen den aktuellen Personalbestand halten oder diesen sogar aufstocken. Der Anteil einstellender Unternehmen hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent erhöht.
Gesuchte Finanzprofis
Laut der aktuellen Arbeitsmarktstudie planen 37 Prozent der befragten Finanzverantwortlichen, den Personalbestand beim Finanz- und Rechnungswesen im ersten Halbjahr 2014 zu vergrössern. Zum Vergleich: 2013 gingen 30 Prozent der Befragten von einem Ausbau der Stellen aus. Die aktuelle Situation könnte zu einer Akzentuierung des Fachkräftemangels führen. “Der bereits länger anhaltende Fachkräftemangel in der IT-Branche erfasst immer stärker auch das Finanz- und Rechnungswesen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an geeigneten Mitarbeitenden und die ohnehin heute schon schwierige Personalsuche wird noch schwieriger“, sagt dazu Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany bei Robert Half. Laut Studie sind lediglich 7 Prozent der Befragten der Meinung, ein Stellenabbau sei möglich. Den Personalbestand durch Wiederbesetzung frei gewordener Stellen halten wollen 44 Prozent der Unternehmen in der Schweiz. Das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Und der Anteil jener Unternehmen, die frei gewordene Stellen nicht neu besetzen wollen, hat sich mehr als halbiert von 28 Prozent in der ersten Hälfte 2013 auf aktuell 12 Prozent.
Neue Projekte, neue Märkte
Knapp die Hälfte der Finanzchefs wagt einen Ausbau des Personals, wobei der geplante Stellenaufbau mit Geschäftswachstum oder -expansion innerhalb des Landes begründet wird. Mit zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollen die Unternehmen 2014 neue Projekte anpacken (43 %) oder neue Märkte erschliessen (41 %). Den Ausbau des Produkt- und Leistungsportfolios im Auge haben gemäss der Arbeitsmarktstudie 41 Prozent der Unternehmen.