Die Schweizer Wirtschaft wird in den beiden kommenden Jahren einem kräftigen Wachstum entgegensehen. Die Mischung aus einer anhaltend robusten Binnenkonjunktur und den sich allmählich verbessernden Exportaussichten für das verarbeitende Gewerbe wird das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2014 um 2.2 Prozent steigen lassen, wie BAK Basel heute in einer Medienmitteilung schreibt. Für das Jahr 2015 rechne BAK Basel durch die Impulse einer weiter voranschreitenden globalen Erholung mit einem Wachstum um die 2.5 Prozent. Bereits für 2013 lässt dieselbe Mischung verschiedener Faktoren die Wachstumserwartung spürbar ansteigen (+1.9%). Trotz der hohen Wachstumsraten ist zu erwarten, dass sowohl die Schweizer Teuerungsraten wie auch die Zinsen im Prognosezeitraum nach Einschätzung der BAK Basel nur moderat steigen werden. Der Inflationsdruck wird durch die zunächst noch unterausgelasteten industriellen Kapazitäten, den weiterhin starken Franken und die rege Zuwanderung gedämpft, wie BAK Basel weiter schreibt.
Credit Suisse optimistisch für 2014
Ähnlich positiv fallen die Prognosen der Credit Suisse aus. Demnach wird sich das Schweizer Wirtschaftswachstum im Jahr 2014 auf 2.0 Prozent beschleunigen. Gemäss CS-Ökonomen profitiert einerseits die Exportindustrie von der Erholung der Weltwirtschaft, andererseits befindet sich die Binnenwirtschaft weiterhin in einem Super-Zyklus, der durch tiefe Zinsen und hohe Zuwanderungsraten genährt wird, wie die Credit Suisse in der heutigen Pressemitteilung schreibt. Der solide Wachstumsausweis und die guten Aussichten für die Schweizer Wirtschaft werfen auch die Frage nach einem „Exit“ der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von der Wechselkursuntergrenze auf, wie es in der Mitteilung heisst. Aus heutiger Sicht gehen die Ökonomen der Credit Suisse davon aus, dass der EUR/CHF-Mindestkurs von 1.20 wohl bis mindestens Ende 2014 bestehen bleibt, wie es weiter heisst.