Startup: Mehr Komfort beim Wintersport mit neuartigem Skischuh von Dahu

Pures Vergnügen ist es, stiebend auf Skiern im Pulverschnee talwärts zu schweben. Doch mit Skischuhen aus Hartplastik fühlt es sich manchmal eher an, als ob die Füsse in einem Schraubstock stecken würden. Längere Strecken mit solchen Boots zu Fuss zurücklegen – No way. Gesucht sind multifunktionelle Skiboots, die beim Skifahren Stabilität bieten, sich zugleich aber für diverse andere Aktivitäten wie Wandern, Shopping oder gar Autofahren eignen. Eine mögliche Alternative für herkömmliche Skischuhe könnte deshalb das neuartige Konzept der Dahu Sports Company Ltd. sein.

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Start mit einer Kleinserie

Das Jungunternehmen entwickelt und vermarktet Skischuhe, die verschiedenen Ansprüchen für einen gelungenen Wintersporttag genügen sollen, wobei der Komfort im Zentrum steht. Die Idee: Den Innenschuh umgibt ein sogenanntes Exoskelett, welches sich nach der sportlichen Betätigung entfernen lässt. Der Innenschuh ist so konzipiert, dass er sich bequem für diverse Aktivitäten abseits der Piste tragen lässt. „Wir sind überzeugt, dass beim Wintersport Komfort und Zweckmässigkeit eine immer grössere Rolle spielt“, sagt Firmengründer Nicolas Frey. Er hat selber am Konzept getüftelt, und er kennt als Marketingspezialist die Wünsche der Kundschaft.

Das Jungunternehmen stellte Konzept und Prototyp des Skischuhs erstmals an der internationalen Sportmesse ISPO in München mit Erfolg einem breiteren Publikum vor. „Dahu strebt einen Soft Launch mit einer Kleinserie an“, sagt Frey. Er hofft, dass sich sogenannte Early Adopters von den Vorteilen des neuen Skischuhs überzeugen lassen. An den Start geht Dahu mit seiner Idee in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien und der Schweiz, wobei man in ausgewählten Sportgeschäften vertreten sein will.

Due Diligence durch Community

Dahu hat in einer ersten Finanzierungsrunde von Investoren etwa eine Million Franken eingesammelt. Die Kapitalerhöhung ermöglicht es Dahu, bereits diesen Sommer in Produktion zu gehen, denn per Ende November 2013 sollen die ersten 1‘500 Paar Boots für die kommende Wintersaison in den Regalen stehen. Produziert werden sollen die Schuhe von spezialisierten Unternehmen in Italien. Gegründet hat die Dahu Sports Company Ltd. Nicolas Frey im Jahr 2011. Über die offene Schweizer Venture Capital Plattform investiere.ch haben Privatinvestoren rund CHF 320‘000 platziert. Des Weiteren sind zwei Freiburger Organisationen für Wirtschaftsförderung sind beteiligt und der Business Angel Club BAS.

Die Plattform investiere.ch verfolgt bei der Zu- oder Absage von Venture-Kapital ein spezielles Vorgehen, wobei die Möglichkeiten moderner Kommunikationskanäle systematisch genutzt werden. Neben einer internen Prüfung (Due Diligence) der Anträge für eine Beteiligung an einem Jungunternehmen erfolgt eine weitere Begutachtung durch die Investoren-Community selbst. Über die Plattform sind nach Lancierung des Investmentangebots für alle Mitinvestoren die jeweils wichtigen Details ersichtlich. Die Plattform ermöglicht auf einfache Weise den Austausch unter potenziellen Investoren. Vorteil: Jungunternehmen erhalten rasch Rückmeldungen. Zudem profitieren sie von der Branchenerfahrung der Investoren. Kritische Nachfragen aus der Investorengemeinde fördern die Auseinandersetzung mit dem Business-Modell und führen schliesslich zu einer Art Qualitätskontrolle. Denn neben dem Vertrauen in das Management ist für Investoren immer eine Frage entscheidend: Hat das Produkt einen Markt und eine Zukunft?

Ähnliches Prinzip gab es schon

Ähnliche Konzepte mit einem multifunktionalen Skischuh gab es bereits in den siebziger Jahren. Grosse Hersteller von Wintersportgeräten entwickelten nach einem ähnlichen Prinzip einen Skischuh mit abnehmbarer Plastikschale. Der Skischuh blieb damals allerdings ein Nischenprodukt, denn die Versprechen bezüglich Komfort konnte der Hersteller nicht ganz erfüllen. Dagegen spricht Frey von der Einzigartigkeit der Idee. „Der Ansatz von Dahu ist zwar ähnlich, aber Konzept, Design und Vermarktung sind vollkommen anders“, sagt Nicolas Frey. Schliesslich ist Frey überzeugt, dass sich die Kundschaft den Komfort etwas kosten lässt. Der Preis für den neuartigen Skischuh soll sich laut Aussage im mittleren bis oberen Segment bewegen.

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